DER PRINZ AUS ZAMUNDA 2 nun auf Amazon Prime

Nachdem EDDIE MURPHY erst letztens mit der Netflix-Produktion DOLOMITE IS MY NAME Rudy Ray Moore, einer der Lichtgestalten des Blaxploitation-Subgenres, ein filmisches Denkmal setzte, kehrt der noch immer beliebte Comedian vom Charakterfach zurück in das Genre, das ihn weltberühmt machte. Mit NUR 48 STUNDEN feierte er an der Seite von NICK NOLTE seinen Durchbruch, aber erst in BEVERLY HILLS COP war er der Mann, der alleinverantwortlich die Show lieferte und nicht nur als Cop mit der Dienstwaffe um sich schoss, sondern auch Gags und pointierten Wortwitz aus seiner Kodderschnauze heraus abfeuerte. Als PRINZ VON ZAMUNDA bewies er zudem Wandlungsfähigkeit und stellte mit Hilfe von aufwendig gestalteten Maskeneffekten gleich mehrere Filmfiguren dar. Eine darstellerische Linie, der er auch in den nachfolgenden Filmen treu blieb. Und auch der kürzlich bei Amazon Prime gestartete zweite Teil setzt nicht nur die Handlung, sondern auch diese Tradition fort. Es ist nur eines von vielen Deja-Vus, die der Film seinem Publikum präsentiert, der vor allem auch darin bemüht ist, die Fortsetzung wie eine Art Klassentreffen zu veranstalten. Die Geschichte ist dabei lediglich Mittel zum Zweck, um den Prinzen zu veranlassen, dem fiktiven Königreich den Rücken zu kehren und wieder in New York aufzuschlagen, um sich auf die Suche nach seinem bis dato ihm unbekannten Sohn zu begeben. Das mag in seiner Konsequenz durchaus unterhaltsam sein für die, die das Original nicht kennen. Diejenigen jedoch, die mit DER PRINZ AUS ZAMUNDA groß geworden sind, werden alle lieb gewonnenen Figuren von damals wiederentdecken – darüber hinaus aber nicht viel mehr. Es hagelt zwar Gags und Verweise, aber weil der Geruch dieses Potpourri einem dermaßen bekannt vorkommt, ist diese späte Fortsetzung nicht ganz der große Wurf, wie ihn sich Fans erhofft haben. Die wird es allerdings erfreuen, dass das Label Birnenblatt plant, demnächst dem Original ein Mediabook zu spendieren.

Mehr zum ersten Teil gibt es in der MovieCon Ausgabe 3

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Über Mike Blankenburg 54 Artikel
Mike Blankenburg, Chefredakteur und Herausgeber des Printmagazins DEAD ENDS (Kontakt: redaktion.dead.ends@gmail.com oder folgt ihm bei Instagram: the_horror_of_dead_ends), Redakteur beim MovieCon Magazin und Kopf hinter der Facebook-Seite „Titten, Trash & Terror“. Seit seiner frühen Kindheit ist er begeisterter Filmfan und Sammler. Mit Klassikern wie „Dracula“ mit Christopher Lee, „Die Nacht der lebenden Toten“ oder „The Fog - Nebel des Grauens“ entstand die Liebe zum klassischen phantastischen Film. Sein Faible für dieses und viele andere Genres, insbesondere für den europäischen Genrefilm sowie Trash- und B-Movies, bringt er seit 2015 in bislang 20 Ausgaben der DEAD ENDS und seit April 2017 in bislang über 250 (teilweise noch unveröffentlichten) Booklet-Texten für verschiedene Labels mit viel Herzblut und Leidenschaft zum Ausdruck. Seit 2018 verleiht er außerdem den DEAD ENDS-Award an den besten deutschsprachigen Lang- und Kurzfilm und ist darüber hinaus seit Jahren festes Jury-Mitglied im nationalen Wettbewerb des „Besten Horrorfilmdarstellers“. Ende 2019 hat er zusammen mit Till Bamberg und Holger Borgstedt mit „Die Alb-Traumfabrik“ sein erstes Sachbuch veröffentlicht. Aktuell arbeiten sie an ihrer zweiten Buch-Veröffentlichung.

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