Sequel zu DISTRICT 9 angekündigt

Vor über 20 Jahren nahmen Außerirdische das erste Mal Kontakt mit der Erde auf. Daraufhin rechneten die Menschen mit einem feindlichen Angriff oder einem technologischen Fortschritt. Die Kreaturen waren aber Flüchtlinge und wurden aus diesem Grund vorübergehend in einem Notauffanglager interniert – im District 9. Nach Verhandlungen über die Zukunft der Außerirdischen haben die Nationen der Welt ein privates Unternehmen, die MNU, mit der Überwachung der ungeliebten Besucher beauftragt. Der Konzern verfolgt jedoch nur ein Ziel, und zwar mit den Waffen der Aliens Profit zu machen. Zur Aktivierung benötigt man jedoch Alien-DNA. Als sich der MNU-Agent Wikus van der Merwe mit einem mysteriösen Virus infiziert, das seine DNA verändert, wird er zum meistgesuchten und gleichzeitig verletzlichsten Mann der Erde.

DISTRICT 9 – das Spielfilm-Debüt von NEILL BLOMKAMP startete hierzulande im Herbst des Jahres 2009 in den Kinos. Die Produktionskosten beliefen sich auf ungefähr 30 Millionen US-Dollar, einem bereits für damalige Verhältnisse recht schmalen Budget, dem allerdings ein weltweites Einspielergebnis von mehr als 204 Millionen US-Dollar gegenüber steht, wovon mit etwas mehr als 115 Millionen alleine in den USA fast die Hälfte der Einnahmen erwirtschaftet wurden. Was wie eine Dokumentation beginnt, wird graduell immer mehr zum konventionellen Film. Ein Bruch ist jedoch nicht feststellbar, auch und gerade, weil man als Zuschauer so sehr in diese Handlung hineingezogen wird. Sie hat als Beitrag innerhalb des Science-Fiction-Genre ihre phantastische Elemente, wirkt dabei allerdings so realistisch, dass es fast beängstigend ist. Der Lohn folgte auf dem Fuße: der Film wurde 2010 für vier Oscars nominiert, darunter als “Bester Film”. Weitere Nominierungen erhielt er in den Kategorien “Bestes adaptiertes Drehbuch”, “Bester Schnitt” und “Beste visuelle Effekte”. Zuvor hatte er im selben Jahr eine Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie “Bestes Drehbuch” erhalten.

Nun hat der Regisseur ein Sequel zu DISTRICT 9 angekündigt und bereits mit den Arbeiten an einem Drehbuch begonnen. Das Original basiert auf dem Kurzfilm “Alive in Joburg” aus dem Jahr 2005 von Spy Films, bei dem NEILL BLOMKAMP, SHARLTO COPLEY, SIMON HANSEN und SHANON WORLEY die Regie führten. BLOMKAMP gab an, für seinen Film hinsichtlich der gesellschaftlichen Situation der Außerirdischen unter anderem durch die ausländerfeindlichen Unruhen in Südafrika im Jahr 2008 inspiriert worden zu sein. Damals waren Bewohner der Armenviertel gegen noch schlechter gestellte illegale Immigranten vorgegangen.

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Über Mike Blankenburg 54 Artikel
Mike Blankenburg, Chefredakteur und Herausgeber des Printmagazins DEAD ENDS (Kontakt: redaktion.dead.ends@gmail.com oder folgt ihm bei Instagram: the_horror_of_dead_ends), Redakteur beim MovieCon Magazin und Kopf hinter der Facebook-Seite „Titten, Trash & Terror“. Seit seiner frühen Kindheit ist er begeisterter Filmfan und Sammler. Mit Klassikern wie „Dracula“ mit Christopher Lee, „Die Nacht der lebenden Toten“ oder „The Fog - Nebel des Grauens“ entstand die Liebe zum klassischen phantastischen Film. Sein Faible für dieses und viele andere Genres, insbesondere für den europäischen Genrefilm sowie Trash- und B-Movies, bringt er seit 2015 in bislang 20 Ausgaben der DEAD ENDS und seit April 2017 in bislang über 250 (teilweise noch unveröffentlichten) Booklet-Texten für verschiedene Labels mit viel Herzblut und Leidenschaft zum Ausdruck. Seit 2018 verleiht er außerdem den DEAD ENDS-Award an den besten deutschsprachigen Lang- und Kurzfilm und ist darüber hinaus seit Jahren festes Jury-Mitglied im nationalen Wettbewerb des „Besten Horrorfilmdarstellers“. Ende 2019 hat er zusammen mit Till Bamberg und Holger Borgstedt mit „Die Alb-Traumfabrik“ sein erstes Sachbuch veröffentlicht. Aktuell arbeiten sie an ihrer zweiten Buch-Veröffentlichung.

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