Filmbesprechung: Dracula 79

Dracula 79 (Koch Films)

England in den 1920er Jahren: Graf Dracula zieht es nach London, wo er neue Weidegründe erschließen und seinen Blutdurst in einem schier unermesslichen Reservoir stillen will. Doch die gefährliche Überfahrt per Schiff endet vorzeitig: Der Segler “Demeter” mit Dracula an Bord läuft nahe der Stadt Whitby an der Nordostküste auf Grund und versinkt in den Fluten. Dracula kann sich an Land retten und wird von der kränklichen jungen Mina Van Helsing gefunden. Sie bringt den Grafen zum Haus ihrer Freundin Lucy Seward. Beim gemeinsamen Abendessen zeigt sich die moderne, emanzipierte und wortgewandte Frau äußerst angetan dem charmanten und eloquenten Adligen gegenüber – was ihr Verlobter Jonathan Harker naturgemäß gar nicht gerne sieht. Schon in dieser Nacht schlägt der Vampirfürst zu: Während Jonathan und Lucy sich zu einem Rendezvous treffen, dringt Dracula in Minas Zimmer ein, um ihr Blut zu trinken. Als Lucy ihre Freundin am nächsten Morgen findet, muss sie hilflos mit ansehen, wie Mina stirbt. Lucys Vater, der Arzt Dr. Seward, steht vor einem Rätsel. Auffallend sind “zwei Wunden direkt an der Halsschlagader.” Er zieht Minas Vater, Professor Van Helsing, zu Rate und ihre Untersuchungen lassen einen ungeheuerlichen Verdacht aufkeimen: Wurde Mina das Opfer eines blutrünstigen Vampirs? Der grausige Verdacht bestätigt sich bei der Exhumierung ihrer Leiche. Ihr Sarg ist leer und aus dem Grab führt ein Tunnel zu einer nahe gelegenen Mine. Hier trifft Van Helsing auf seine Tochter, die inzwischen zum Vampir geworden ist: “Sie ist des Teufels Untote!” Während es zwischen den Männern und Mina zum Kampf auf Leben und Tod kommt, verfällt Lucy Seward immer mehr dem Charme des untoten Dracula und folgt seiner Einladung in sein neues Heim. Hier will der Graf die junge Frau mit einem Biss zu seiner neuen Braut machen…

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MovieCon-Ausgabe 2-Dracula79

“Trotz der erlesenen Dekors, der erstklassigen Darsteller, der hervorragenden Musik, der sorgfältigen Tricks – manche der mit bescheidenerem Budget gedrehten früheren Versionen waren sehr viel leidenschaftlicher, lustvoller. Dies ist ein “Dracula” vor allem für Kunst-Kino-Gänger: die die schillernde Faszination des Bösen nur goutieren, wenn das Schreckliche geschmackvoll dargeboten wird.”
DIE ZEIT in ihrer Kritik am 12.10.1979

Mehr zu Dracula 79 im MovieCon Magazin Ausgabe 2:

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