Kritik: Need For Speed

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Need-for-Speed (c) Constantin Film

Tobey Marshall (Aaron Paul) ist Mechaniker, größter Muscle-Car-Fan und illegaler Street-Racer. Als er sich mit dem reichen, arroganten Ex-NASCAR-Rennfahrer Dino Brewster (Dominic Cooper) zusammentut, um seine Werkstatt zu retten, beginnt der Ärger für Tobey: Dino hängt ihm einen Mord an, den er gar nicht begangen hat. Während Tobey für ein paar Jahre ins Gefängnis wandert, nutzt Dino die Gunst der Stunde und expandiert sein Geschäft. Wieder in Freiheit startet Tobey einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen seinen ehemaligen Partner. Als dieser von Tobeys Plan Wind bekommt, setzt er ein hohes Kopfgeld auf ihn aus. Von nun an liefert sich Tobey nicht nur mit der Polizei eine schonungslose Verfolgungsjagd quer durch die USA. Ein Rennen auf Leben und Tod beginnt.

Mit NEED FOR SPEED steht die lang erwartete Verfilmung der gleichnamigen Computerspiel-Reihe an, die teilweise sogar die ersten Teile der erfolgreichen THE FAST AND THE FURIOUS-Reihe in den Schatten stellt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten wie dem genretypischen Schwanzmessen der Hauptdarsteller um Hubraum und PS-Stärken, legt Regisseur SCOTT WAUGH schnell einen anderen Gang ein und liefert dem Zuschauer ein temporeiches Action-Highlight der Superlative, bei dem jeder Adrenalin- und High-Speed-Junkie zittrige Knie bekommen wird. Gänzlich ohne CGI-Animationen setzt WAUGH auf ein klassisches Szenario, das an die rasanten Action-Roadmovies wie FLUCHTPUNKT SAN FRANZISCO der 70er Jahre erinnert.
NEED FOR SPEED macht dabei dem Titel alle Ehre und liefert exakt das, was der Fan mittlerweile bei THE FAST AND THE FURIOUS vermisst: schwindelerregende Rennszenen und außerdem spektakuläre Autostunts, Crashs und Explosionen nonstop und in sattem 3D. Mit der richtigen Sound-Anlage verwandelt sich das Wohnzimmer zur Rennstrecke, auf der man förmlich den Duft qualmender Autoreifen einatmen kann.
Die Story ist ein einfallsloses Klischee-Konstrukt und lediglich Mittel zum Zweck – doch wer erwartet bei einem Film wie NEED FOR SPEED schon eine tiefsinnige Story? Der Film bietet etwas für´s Auge und ist hochglanzpoliertes Actionkino in höchster Perfektion, bei dem es pausenlos kracht und der Zuschauer kaum zur Ruhe kommt.
Freunde rasanter Rennszenen und brachialer Stunts kommen voll und ganz auf ihre Kosten, während PS-Angsthasen gleich beim ersten Boxenstopp die Flucht ergreifen werden.

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Über Mike Blankenburg 54 Artikel
Mike Blankenburg, Chefredakteur und Herausgeber des Printmagazins DEAD ENDS (Kontakt: redaktion.dead.ends@gmail.com oder folgt ihm bei Instagram: the_horror_of_dead_ends), Redakteur beim MovieCon Magazin und Kopf hinter der Facebook-Seite „Titten, Trash & Terror“. Seit seiner frühen Kindheit ist er begeisterter Filmfan und Sammler. Mit Klassikern wie „Dracula“ mit Christopher Lee, „Die Nacht der lebenden Toten“ oder „The Fog - Nebel des Grauens“ entstand die Liebe zum klassischen phantastischen Film. Sein Faible für dieses und viele andere Genres, insbesondere für den europäischen Genrefilm sowie Trash- und B-Movies, bringt er seit 2015 in bislang 20 Ausgaben der DEAD ENDS und seit April 2017 in bislang über 250 (teilweise noch unveröffentlichten) Booklet-Texten für verschiedene Labels mit viel Herzblut und Leidenschaft zum Ausdruck. Seit 2018 verleiht er außerdem den DEAD ENDS-Award an den besten deutschsprachigen Lang- und Kurzfilm und ist darüber hinaus seit Jahren festes Jury-Mitglied im nationalen Wettbewerb des „Besten Horrorfilmdarstellers“. Ende 2019 hat er zusammen mit Till Bamberg und Holger Borgstedt mit „Die Alb-Traumfabrik“ sein erstes Sachbuch veröffentlicht. Aktuell arbeiten sie an ihrer zweiten Buch-Veröffentlichung.

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