DIE RÜCKKEHR DER UNTOTEN WENN IN DER HÖLLE KEIN PLATZ MEHR IST …

Dawn of the Dead (c) Koch Films

In einer amerikanischen Großstadt bricht das Chaos aus. Es herrschen nackte Panik und blankes Entsetzen: Die Toten werden aus unbekannten Gründen wieder lebendig und sorgen als umher wandelnde Zombies für Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Das Ende der Welt scheint besiegelt. Die Polizei wird der Massen an Untoten nicht Herr, so dass das Kriegsrecht ausgerufen wird. In dieser ausweglosen Situation treffen die beiden SWAT-Mitglieder Peter und Roger aufeinander, desertieren und machen sich zusammen mit dem Pilot Stephen und dessen Freundin Francine mit einem gekaperten Hubschrauber auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft. Auf ihrer Odyssee landen sie in einem Einkaufszentrum. Mit List, Tücke und harter Artillerie bekämpfen sie die wenigen Untoten, die aus der Macht der Gewohnheit durch das verlassene Einkaufsparadies schlendern. Doch der Konsumtempel verwandelt sich in ein Massengrab, als eine plündernde Rockergang das Territorium für sich beansprucht. Nun heißt es die Gewehre durchladen und den Kampf gegen Rocker und Zombies aufzunehmen. Ein Kampf, den nicht jeder gewinnen wird. Am Ende der Schlacht wird Kassensturz gemacht und unter dem Strich bleibt nicht viel übrig…schon gar nicht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft…

Das ist die Ausgangssituation von GEORGE A. ROMEROs Nachfolger zum 1968er NIGHT OF THE LIVING DEAD, mit dem er die Geburtsstunde des modernen Zombiefilms einläutete und das Genre auf einen neuen Höhepunkt lenkte. Ein knochenharter, blutrünstiger Überlebenskampf gegen eine Übermacht – und im Vergleich zum schwarz-weißen Vorgänger diesmal sogar in Farbe. Noch mehr Action, noch mehr Spannung und Dramatik sowie noch mehr Blut und spektakuläre Special- und Make Up-Effekte, für die Stuntman und FX-Künstler TOM SAVINI verantwortlich zeichnete. Doch DAWN OF THE DEAD aka ZOMBIE ist weit mehr als ein gewaltiges, gewalttätiges und exzessives Genrewerk, bei dem die Köpfe der Untoten wie überreife Melonen zerschossen und Ausweidungen explizit dargestellt werden. ROMERO, der bereits mit seinem 1973er THE CRAZIES nicht mit Kritik gegen Militär, Politik und Wissenschaft sparte, garnierte seine Zombie-Schlachtplatte nicht nur mit saftigen Splatter-Häppchen, sondern versetzte der Konsumgesellschaft, als eine der “Folgeschäden” des Kapitalismus, einen ordentlichen Seitenhieb.

DAWN OF THE DEAD wurde in einem Zeitraum von vier Monaten – November 1977 bis Februar 1978 – mit einem Budget von rund 500.000 US-Dollar gedreht. Kommerziell war der Film in vielen Ländern der Welt ein Erfolg. Allein in der Bundesrepublik Deutschland lief er ab 03.08.1979 im leicht gekürzten Argento-Cut, wurde von mehr als 3 Millionen Kinobesuchern gesehen und erhielt 1980 eine Goldene Leinwand, die für programmfüllende Spiel-, Dokumentations-, Jugend- und Kinderfilme vergeben wird, die in 18 Monaten mindestens 3 Millionen Zuschauer ins Kino locken. Der Preis wird an den deutschen Verleih des betreffenden Films vergeben, in diesem Fall an die Münchener Neue Constantin Film.

Mehr über Dawn of the Dead lest Ihr in der MovieCon Ausgabe 2 auf insgesamt sechs Seiten.

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