25 Jahre Star Trek Voyager; Im Gespräch mit Manu Intiraymi

In diesem Jahr feiern wir das 25. Jubiläum von Star Trek: Voyager. Wie zuvor bereits Deep Space Nine als ungeliebtes Stiefkind gestartet, setzten Rick Berman und Michael Piller in der fünften Serie des Franchise wieder auf eine Raumschiff-Crew. Dieses Mal sollte aber alles anders werden. Die U.S.S. Voyager verschlug es in eine Region des Weltraums, die bislang völlig unbekannt war: den Delta-Quadranten. Außerdem nahm endlich eine Frau den vielzitierten Stuhl des Captains ein. Der Rest ist Fernsehgeschichte. Nach der typischen Star-Trek-Krankheit zweier durchwachsener Start-Staffeln, nahm die Serie in der dritten Season langsam Fahrt auf und lief mit dem Zweiteiler Skorpion (3×26 und 4×01) endlich zur Höchstform auf. Der Borgplot gehört bis heute zu den intensivsten des großen Trek-Universums. Mit der Episode Kollektiv (6×16) und der Rettung der Kinder Azan (Kurt Wetherill), Rebi(Cody Wetherill),Mezoti (Marley S. McClean) und Icheb, gespielt von Manu Intiraymi, war es zudem möglich, die kybernetischen Borg von einer anderen, kindlich emotionalen Seite zu beleuchten. Intiraymis Icheb wurde schließlich auserkoren, die Hauptlast dieses interessanten Nebenstrangs zu tragen. Wie sieht der Schauspieler, Regisseur, Autor und Produzent heute die Möglichkeiten, die ihm damals geboten wurden? Und wie erlebte er seine Zeit am Set? Fragen, die wir ihm zum 25. Jubiläum von Star Trek Voyager für das Convention Magazin stellten.

Hallo Manu zuerst einmal vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview nimmst.
Intiraymi: Aber sehr gerne doch. Ich freue mich, dass im Convention Magazin über mich berichtet wird.

Convention Magazin: Du hast in elf Episoden Star Trek Voyager die Figur des Icheb gespielt. In diesem Jahr wird die Serie stolze 25 Jahre alt. Lass uns ein wenig an deinen Erinnerungen teilhaben. Wie wurdest du damals gecastet?
Intiraymi: Ich erinnere mich nicht mehr exakt an den Tag, so wie man sich vielleicht an das letzte Wochenende erinnert. Das Ganze ist ja nun über 20 Jahre her und ich war ein junger Schauspieler, der bislang nur einige kleine Rollen ergattert hatte. Mir war noch nicht klar, wie und ob ich mein Leben in diesem Beruf gestalten könnte. Hätte ich nicht die Rolle als Icheb in Star Trek Voyager bekommen, würde sich mein Universum heute vielleicht um ganz andere Dinge drehen. So etwas verändert dein ganzes Leben. Ich erinnere mich daher noch sehr gut an das Glücksgefühl, das mich damals durchströmte.

Convention Magazin: Das klingt, als hättest du eine fantastische Zeit am Set erlebt.
Initiraymi: Das kann man wohl sagen. Ich war zwei Jahre lang Teil eines Teams. Das fühlte sich fast wie eine echte Raumschiff-Crew für mich an. Die Sets waren gigantisch, wir fühlten uns manchmal, als wären wir wirklich auf einem Sternenflottenschiff. Die Serie wurde in drei der großen Paramount-Studios gedreht. Es war überwältigend, diese wahnsinnig detaillierten Sets zu betreten.

Convention Magazin: War Voyager deine erste Berührung mit Star Trek, oder hattest du bereits vorher die anderen Serien gesehen?
Intiraymi: Um ehrlich zu sein, war ich nicht unbedingt ein großer Star-Trek-Fan, dafür aber meine Eltern umso mehr. Vor allem die Filme mochten sie und schauten sie gemeinsam mit mir. Daher war ich natürlich mit der Beziehung zwischen Kirk, Spock und dem Rest der klassischen Crew vertraut. Ich hatte auch Star Trek: Der erste Kontakt und seinen Vorgänger, Treffen der Generationen, gesehen. Aber ich war eben kein wirklich großer Fan der Next-Generation-Serien, inklusive Star Trek: Voyager. Mein Freund Damien schaute öfter mal eine Folge und wenn ich dort zu Besuch war, schaute ich mit. Ich wusste also, wer Seven of Nine und die anderen Figuren waren.

Convention Magazin: Du kanntest dich also wirklich so gut wie überhaupt nicht mit Star Trek aus?
Intiraymi: Ich war schon ein Fan der Filme. Und klar habe ich hier und da mal ein paar Episoden gesehen, schon alleine, weil ich SciFi mag. Aber um ehrlich zu sein, war ich nie ein großer Fan von TV-Serien. Daher habe ich selten ferngesehen. Du musst bedenken, dass es vor 20 Jahren die großen Streamingdienste wie Amazon Prime nicht gab, die die Serienlandschaft in den letzten Jahren revolutioniert und den Markt mit fantastischen Serien bereichert haben. Eine Staffel einer Serie ist heute nicht selten so teuer wie ein Kinofilm. Eine Folge Star Trek: Voyager kostete damals rund 3,5 Millionen Dollar. Damit gehört die Show zu den teuersten ihrer Zeit. Doch wenn man die wirklich großen Storys erleben wollte, musste man eben ins Kino gehen und ich bin bis heute mehr Film- als Serienfan.

Das vollständige Interview lesen Sie im Convention Magazin 4:

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